K1600_Foto verbrannte Erde

Unser Umgang mit anstrengenden Themen – meine Gedanken dazu

Heute geht es mal um ein Thema, was mir persönlich am Herzen liegt.

Ich war vor ein paar Tagen mit einer lieben Freundin etwas trinken und wir kamen auch auf meinen Blog zu sprechen. Sie überlegte laut, warum sie nach ihrem Erstbesuch auf meinem Blog nicht wieder vorbei geschaut hatte.

Nach einigen Minuten kam ihre Antwort: „Es sind alles Themen, bei denen ich froh bin, wenn ich nichts mit ihnen zu tun habe!“

Im ersten Moment musste ich erstmal Luft holen. Auf der anderen Seite, war ich ihr sehr dankbar, dass sie ausgesprochen hatte, was sich wohl viele andere gedacht hatten.

Nach einigem Nachdenken musste ich gestehen: Sie hatte recht!

Meine Themen sind tatsächlich anstrengend, teilweise sogar sogenannte Tabuthemen, wie Trauer, Affären, Probleme in der Beziehung usw. Auf meinem Blog geht es nicht um den vermeintlichen Sonnenschein im Leben und wie ich noch glücklicher werde, sondern es geht um Themen, die für mich tiefer gehen, berühren – vielleicht sogar unangenehm – und auch nachdenklich machen.

Umgang mit Tabuthemen

Wenn ich meinen Gedankengängen weiter folge, dann komme ich auf die Idee, dass viele Menschen den Kontakt zu den sogenannten Tabuthemen krampfhaft vermeiden. Macht dieser Vermeidungsversuch nicht erst den Umgang richtig schwierig? Ist es nicht wie bei vielen Dingen im Leben, wenn ich etwas versuche wegzudrücken, dann bleibt es erst recht?

Wäre es nicht einfacher im Umgang mit diesen schwierigen Themen offener zu werden und hinzuhören? Vielleicht ist es ein erster Schritt zuzulassen, dass solche Themen offen besprochen werden dürfen und es nicht gleich zu einer Abwehr oder sogar Verurteilung kommt?

Ich möchte auf meinem Blog einen Ort schaffen, wo unbequeme Fragen gestellt werden dürfen und wo hingesehen wird. An dem offen über sogenannte Tabuthemen gesprochen werden kann, ohne dass Angst vor Reaktionen besteht? Menschen Impulse geben, wenn sie erstmal nicht mehr weiter wissen, dass halte ich für meine Mission.

Facebook und Co

Ich möchte einen Gegenpool schaffen, für die vermeintliche Welt, die auf Facebook und Co gezeigt wird. Wie oft höre ich von Klienten, dass es dem Nachbarn, Kollegen (oder wem auch immer) doch so viel besser geht? Wenn ich dann genauer nachfrage, dann bezieht der Klient sein Wissen aus Facebook und Co. Ich stelle dann gerne die Frage, ob es vielleicht möglich wäre, dass über die Postings ein bestimmter Eindruck entsteht könnte und es vielleicht dahinter ganz anders aussieht.

Wenn ich dann noch meinen Klienten frage, ob er den posten würde, wenn es ihm schlecht geht, dann ist meisten Schweigen auf der anderen Seite, begleitet mit verstehendem Kopfnicken.

Facebook und Co haben ihren berechtigten Platz in unserer Welt. Nur leider sorgen sie manchmal dafür, dass manche den Eindruck haben, dass es anderen immer super geht. Einfach weil verständlicherweise nur Dinge gepostet werden, die super sind oder auf die derjenige stolz ist. Wer möchte schon der Welt mitteilen, dass er heute einfach einen gebrauchten Tag bekommen hat. Diese Wahrnehmung kann im ungünstigsten Fall den Druck erzeugen, dass es einem nicht schlecht gehen darf oder man Probleme hat.

Das Leben, so wundervoll und doch manchmal so anstrengend…

Das Leben braucht aber den Wechsel von Entspannung und Anspannung. Man könnte auch sagen, dass Leben findet in Wellen statt. Wir brauchen die traurigen und bescheuerten Phasen in unserem Leben, genauso wie die glücklich und zufriedenen.

Menschen die auf der vermeintlichen Sonnenseite des Lebens geboren sind, suchen sich dann einfach ihre eigenen Schattenseiten des Lebens, ansonsten würde ihnen ihr Leben ziemlich sinnlos und langweilig erscheinen. Da kann dann schon ein abgebrochener Fingernagel eine Vollkatastrophe sein, weil einfach eine gewisse „Sehnsucht“ nach Problemen vorhanden ist.

Erst diese Wellen machen das Leben für uns lebenswert und manchmal ist es die größte Herausforderung auf diesen Wellen zu surfen.

Genau beim Surfen dieser Wellen möchte ich Halt geben und aufzeigen, welche Wellen, wie am besten genommen werden können.

Nach dem Schreiben dieses Artikels bin ich sicherer denn je, es sind genau die richtigen Themen, die ich ausgesucht habe.

Weitere spannende Links

Auf Zeitonline.de habe ich ein Artikel zu dem Tabuthema offene Beziehung gefunden.

Katja setzt sich auf ihrer Seite dafür ein, dass auch behinderte Menschen eine Sexualität haben.

Einen weiteren Artikel habe ich bei der Zeitonline.de gefunden, in dem geht es um das schwierige Tabuthema Sternenkinder. Ich finde diesen Artikel so wunderschön, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte.

Wie siehst du den Umgang mit Tabuthemen? Ich freue mich über eure Kommentare.

Weitere spannende Artikel habe ich dir auf Pinterest zusammengestellt.

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