K1600_F0016 Wertschaetzung

Wertschätzung - Was heißt das eigentlich?

Dieser Artikel ist mein Beitrag zur Blogparade „Wie zeigt sich Wertschätzung in deinem Leben“ von Jana Ludolf.

Jetzt sitz ich hier und versuche meinen ersten Beitrag zu einer Blogparade zu schreiben. Natürlich sollte der Artikel mehr als perfekt und so geistreich sein, dass er seinesgleichen sucht. ;-)

Wie das halt immer so ist, mit dem eigenen Anspruch.

Aber halt, geht es nicht in der Blogparade gerade darum? Themen (wie mein Anspruch) wertzuschätzen, auch wenn ich sie in dem Moment ziemlich doof finde?

Mein eigener Anspruch… Ja, im Moment nervt er mich, aber sorgt er nicht auch dafür, dass ich Artikel schreibe, auf die ich stolz bin? Würde ich meinen Anspruch wirklich loswerden wollen?

Diesen Gedankengängen weiter folgend, komme ich ganz schnell zu dem Punkt, dass ich heftig mit dem Kopf schüttel und meinen Anspruch sehr gerne behalte und ich ihn auch ein stückweit mehr wertschätze, auch wenn er mich regelmäßig an meine Grenzen führt. ;-)

Jetzt aber zurück zum eigentlichen Artikel. Naja, wenn ich ehrlich bin, sind wir ja schon mittendrin.

Wertschätzung – was heißt das für mich?

Meine Definition ist: Ich schätze den Wert von jemanden oder etwas, auch wenn mir der Wert auf den erste Blick vielleicht nicht ersichtlich ist oder auch niemals sein wird. Ich muss nicht den Job eines Menschen wissen um zu wissen, dass er wertvoll ist. Situationen im Leben begegne ich mit dem Motto „Wer weiß für was es gut ist“. Es ist schon aus so manchem - auf dem ersten Blick erscheinenden - Unglück großes Glück entstanden.

Wann fühle ich mich wertgeschätzt?

Für mich sind es die kleinen Dinge im Leben, die mir Wertschätzung zeigen. Das kann ein ehrlicher Blick sein, während mir jemand zuhört. Ein Lächeln, wenn sich Blicke begegnen. Ein ehrliches Danke, weil ich die Tür aufgehalten habe. Wenn jemand einfach da ist, wenn das Leben gerade etwas wellig verläuft.

Wenn mir jemand ehrliches, konstruktives Feedback gibt. Es ist für mich ein Geschenk, wenn mir jemand seine Meinung zu mir oder meinen Produkten mitteilt, daran kann ich wachsen und mich weiterentwickeln.

Wie bringe ich Wertschätzung in die Welt?

Eigentlich ganz einfach, wie ich finde. Ich höre hin, wenn ich frage: „Wie geht es Dir?“ Dann interessiert mich die Antwort und es ist nicht nur eine daher gesagte Floskel. Das Interesse hat schon für so manche Verwirrung beim Gefragten gesorgt, wenn ich nach der üblichen Antwort „Danke gut und selbst“ nochmal nachgefragt habe. „und wie geht es dir wirklich?“.

Ich schätze den Menschen wert, indem ich hinsehe, mitfühle und vielleicht Impulse gebe. Ich gehe neugierig durch die Welt und finde es spannend, wenn mir jemand seine Sichtweise auf die Welt zeigt.

Wenn ich Menschen in schwierigen Situationen als Coach begleiten darf und ihnen damit Klarheit und Halt gebe, wertschätze ich das entgegen gebrachte Vertrauen von meinem Klienten sehr.

Wertschätzung in der heutigen Zeit

Im beruflichen Kontext wird uns gerne Wertschätzung beigebracht, gerne auch als Bestandteil in diversen Seminaren. Was leider bei den Seminaren oft vergessen wird, ist die innere Einstellung.

Schätze ich den Menschen ehrlich wert, dann spürt der andere das, wenn nicht, dann fühlt er sich möglicherweise nicht ernst genommen.

Schönes Beispiel: Kollege kommt morgens ins Büro und wünscht einen guten Morgen und fragt wie das Wochenende war.

Variante I: Er bleibt stehen und wartet auf eine Antwort, hält Blickkontakt und die Körpersprache ist zugewandt.

Variante II: Er durchschreitet mehr oder weniger das Büro während er spricht. Das Fragezeichen der Frage wird im Türrahmen beim Verlassen des Raumes gesetzt.

An dem Beispiel sieht man schön, dass es oft nicht auf den Inhalt ankommt, sondern auf die Verpackung bzw. die Einstellung.

Nicht das WAS ist entscheiden, das WIE ist oft viel wichtiger

Wie steht ihr zu dem Thema? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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8 Comments

  1. Jana Ludolf sagt:

    Liebe Melanie,

    ein wunderbarer erster Blogparaden-Beitrag ist es geworden. Danke, dass du deine Gedanken zum Thema Wertschätzung mit uns teilst.

    Sonnige Grüße
    Jana

    • Melanie Bornschein sagt:

      Liebe Jana,

      ich danke dir für die Blogparade zu diesem tollen Thema und für den Kommentar.

      Liebe Grüße

      Melanie

  2. Jörg Unkrig sagt:

    Liebe Melanie,

    Wertschätzung kommt gerade in beruflichen Kontexten einfach zu kurz. Ist das ein neues Phänomen oder war es schon immer so? Genau weiß ich es nicht, aber es scheint nicht besser zu werden. Heißt: Man muss selber aktiv werden und anderen mehr Wertschätzung (gerade ich der eigenen Kommunikation) entgegenbringen.

    Vielen Dank für die inspirierenden Impulse!!

    BG

    Jörg

    • Melanie Bornschein sagt:

      Lieber Jörg,

      Ich glaube tatsächlich, dass es ein neueres Phänomen ist bzw. das es immer schlimmer wird. Führungskräfte lernen oft in Seminaren, dass sie dieses oder jenes mit ihren Mitarbeitern machen sollen, sie stehen aber nicht dahinter. Leider vergessen sie dann, dass der Mitarbeiter es spürt, ob es jemanden wirklich interessiert.
      Ich danke dir für den Kommentar.

      Liebe Grüße

      Melanie

  3. Diana sagt:

    Hey Melanie, wie feinsinnig bist Du an das Thema gegangen und wie recht hast Du in den Zeilen. Ich habe meine Gedanken wieder gefunden. Danke dafür!

    Gruss Diana aus Bern

    • Melanie Bornschein sagt:

      Liebe Diana,

      ich danke dir für deinen Kommentar. Es freut mich, wenn ich mit meinen Worten Menschen berühren kann.

      Liebe Grüße

      Melanie

  4. Interessanter Blogeintrag! Bei dem Beispiel aus Variante II hatte ich direkt einen Kollegen vor Augen *lach*

    Viele Grüße,
    Andrea

    • Melanie Bornschein sagt:

      Liebe Andrea,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Ja, das Beispiel ist aus dem echten Leben.
      Ich finde es auch immer wieder spannend, dass dann irgendwann der Fragende beleidigt ist, weil seine Frage wird ja nicht richtig beantwortet 😉

      Liebe Grüße

      Melanie

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